Denkmalgalerie Meerbusch – von Bürgern für Bürger

Die „Denkmalgalerie Meerbusch“ ist eine Initiative des Ortskuratoriums Meerbusch der deutschen Stiftung Denkmalschutz in Kooperation mit dem Meerbuscher Kulturkreis (weitere Initiativen: http://denkmalschutz.meerbuscher-kulturkreis.de). Die Initiative zielt auf eine Internet-Galerie von Bürgern für Bürger. Für das Startprogramm haben Profis und Laien ihre Fotos zur Verfügung gestellt. Beim weiteren Aufbau der Denkmalgalerie kann jeder mitmachen.

Im Vordergrund steht nicht so sehr das Produkt Denkmalgalerie sondern der Prozess des Aufbaus und der ständigen Weiterentwicklung, um  den Blick für die Denkmäler in unserer unmittelbaren Umgebung zu schärfen und für den Gedanken des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege zu werben.

Denkmäler gehören zu unserem Kulturerbe. Dieses Erbe verbindet die Menschen, die Generationen und die Teile unserer noch jungen Stadt Meerbusch. Deshalb sind in unserer Denkmalgalerie Meerbusch von Anfang an alle acht Stadtteile vertreten. Das Kulturerbe ist sehr reichhaltig. Deshalb umfasst die Internet-Denkmalgalerie die ganze Vielfalt von Denkmälern – vom landwirtschaftlichen Hof bis zum Industriedenkmal, vom einfachen Wohnhaus bis zum Schloss, vom Wegekreuz bis zur Kirche, von der Schule bis zum Rathaus.

Sobald ein Denkmal in die Denkmalliste der Stadt eingetragen ist, unterliegt es dem Denkmalschutzgesetz des Landes (www.baurecht.de/denkmalschutzgesetz.html). Zuständig für die Führung der Denkmalliste ist die Untere Denkmalbehörde der Stadt Meerbusch (Reinhard Lutum, Tel. 916131). Aber auch „nicht-gelistete“ Denkmäler legen Zeugnis ab vom reichhaltigen Erbe unserer Geschichte und unserer Kultur. Auch sie machen uns  neugierig und sensibel für den Denkmalgedanken. Deshalb sollen auch „empfundene“ Denkmäler in der Galerie berücksichtigt werden. 

Wir freuen uns besonders über die Mitarbeit von Schülerinnen und Schülern  – und zwar von der ersten bis zur  letzten Klasse.

Am weiteren Aufbau der Galerie können sich auch Klassen, Arbeitsgemeinschaften und ganze Schulen beteiligen. Die Grundschulen können dabei anknüpfen  an das von der Stadt hrsg. „Schülerheft: Meerbusch im Unterricht“:

Wir alle nehmen Denkmäler sehr individuell wahr. Und Denkmäler stellen sich je nach Tages- oder Jahreszeit sehr unterschiedlich dar. Deshalb sollen nicht nur „Architekten-Fotos“ Platz finden in der Galerie. Auch ungewöhnliche Perspektiven und Fotomontagen erweitern unsere Wahrnehmungsmuster.

Eine zusätzliche Dimension soll die Denkmalgalerie durch historische Aufnahmen aus dem Stadtarchiv oder auch von privater Seite erhalten. Manche Denkmäler „existieren“ leider nur noch in dieser Form, weil sie bereits vor der Gründung der Stadt Meerbusch im Jahre 1970 bzw. vor dem Denkmalschutzgesetz des Landes aus dem  Jahre 1980 zerstört worden sind.

Gegenüber einer Broschüre oder einem Buch mit abgebildeten Denkmälern ist unsere Denkmalgalerie im Internet unbegrenzt erweiterbar und nie abgeschlossen. Zu einem Denkmal können beliebig viele Fotos aufgenommen werden.  Diese werden nach Ortsteilen geordnet und in Alben zusammengefasst. Fotos und Texte können verändert, ersetzt, ergänzt oder aktualisiert werden. Durch den schrittweisen Aufbau und durch  ständige Weiterentwicklung soll die Denkmalgalerie Meerbusch lebendig und jung bleiben.